IDS.online ist die industrieeigene Antwort auf die Plattformisierung des Dentalmarktes.
Die IDS ist alle zwei Jahre der Taktgeber unserer Branche. Doch der Wettbewerb entscheidet sich zunehmend an den 729 Tagen dazwischen – digital.
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Wenn wir den digitalen Raum nicht selbst gestalten, übernehmen ihn andere – und schreiben die Regeln. Sichtbarkeit, Daten und Kundenzugang lägen dann in fremder Hand.
Eine Plattform, die der Industrie gehört, von ihr kontrolliert und in ihrem Interesse weiterentwickelt wird – für Sichtbarkeit, Vertrieb und Zusammenarbeit, das ganze Jahr.
Kontrolle über Infrastruktur, Daten, Regeln und Kundenzugang zurück in die Hand der Hersteller. Von der Branche, für die Branche.
Stellen Sie sich vor, jemand baut die einzige Brücke in Ihre Stadt. Zuerst ist sie gratis. Dann kostet sie Maut. Und irgendwann entscheidet der Brückenbesitzer, wer überhaupt rüberfahren darf – und zu welchem Preis. Genau so funktioniert die Plattformökonomie. Und genau darum geht es bei digitaler Souveränität.
Eine Plattform ist der Ort, an dem sich Angebot und Nachfrage treffen. Wer diesen Ort besitzt, sitzt am längeren Hebel – denn er steht zwischen Ihnen und Ihren Kunden. Die EU nennt solche Plattformen „Gatekeeper", also Türsteher: Sie sind das Nadelöhr zu einem Markt, an dem man sonst nicht vorbeikommt. Gerade einmal sechs Konzerne – Alphabet, Amazon, Apple, ByteDance, Meta und Microsoft – wurden 2023 offiziell als solche Gatekeeper eingestuft.1
Das Muster wiederholt sich in Branche um Branche – immer gleich:
Apps: Wer eine App verkaufen wollte, zahlte bei Apple und Google lange bis zu 30 % Provision auf jeden Umsatz – die berüchtigte „App-Store-Steuer". Erst durch jahrelangen Druck und neue EU-Regeln sinken diese Gebühren überhaupt.2
Hotels: Buchungsplattformen wie Booking.com und Expedia verlangen je nach Haus 15 bis 30 % Provision pro Buchung. Am härtesten trifft es die kleinen, unabhängigen Häuser – die Großen handeln bessere Sätze aus.3
Handel: Amazon nutzte die nicht-öffentlichen Verkaufsdaten seiner eigenen Marktplatz-Händler, um damit konkurrierende Eigenprodukte zu pushen. Die EU-Kommission musste 2022 eingreifen und Amazon per verbindlicher Verpflichtung stoppen.4
Das Prinzip ist immer dasselbe: Erst locken sie mit Reichweite und Komfort. Sobald alle drauf sind, bestimmen sie Preis, Sichtbarkeit, Daten – und am Ende Ihre Marge.
Heute ist Ihr digitales Schaufenster meist die Seite des Handels oder einer Vergleichsplattform. Solange das läuft, fällt es nicht auf. Aber der digitale Raum füllt sich – mit oder ohne uns. Erschließt ein großer Plattformbetreiber den Dentalmarkt, stehen deutsche Hersteller plötzlich austauschbar neben asiatischen Wettbewerbern – und Preis, Sichtbarkeit und der Zugang zum Kunden liegen in fremder Hand. Wer dann erst reagiert, spielt nach Regeln, die andere geschrieben haben.
Der Digitalverband Bitkom definiert digitale Souveränität als die Fähigkeit zur Selbstbestimmung im digitalen Raum – und das bewusste Vermeiden einseitiger Abhängigkeiten.5 Übersetzt heißt das: Die Branche besitzt ihre eigene Plattform, ihre eigenen Daten und ihre eigenen Regeln. Nicht, um den Handel zu ersetzen – sondern um nicht abhängig zu werden von einem Dritten, der irgendwann die Brücke kontrolliert. Genau dafür gibt es IDS.online.
Die Frage ist nicht, ob der digitale Raum besetzt wird – sondern von wem. Je früher Sie dabei sind, desto stärker gestalten Sie mit, statt später nachzuziehen.